2/24/2011

Weekly Basslines: #15: Santa Fe (aus dem Musical "RENT")

Hallo,

vor ca. drei Jahren bekam ich einen Anruf in meiner "NOTBASSZENTRALE". Es ging um eine Aufführung des Musicals RENT im Wiesbadener Staatstheater. Der Stammbassist hatte eine Doppelbuchung und der Ersatzmann war kurzfristig abgesprungen. Man fragte also bei mir an, ob ich einspringen könnte. Ich hatte noch nie zuvor Musical gespielt und war auch nie besonders interessiert an Musicals gewesen und daher sträubte ich mich zunächst etwas, zumal ich nur 8 Tage hatte um mir das komplette Musical draufzuschaffen. Da der Stammbassist aber ein guter Bekannter von mir ist und er echt in einer verzwickten Notlage war, ließ ich mich schließlich breitschlagen. Ich habe es nicht bereut, denn mit RENT habe ich eine für mich großartige Entdeckung gemacht. Dieses Musical hat mir vom ersten Ton an gefallen und als ich mir dann den Soundtrack zum Film gekauft hatte, war ich schier begeistert von der bassistischen Arbeit auf der Platte. Jeder Song mit anspruchsvollen und sehr geschmacksvollen Basslinien gespickt. Bassist Paul Bushnell hat sensationelle Arbeit geleistet und so machte ich mich voller Begeisterung und mit viel Elan an die Arbeit.
Das bassistische Paradestück von RENT habe ich hier heute für Euch notiert. Der Song "Santa Fe" ist komplett um eine Basslinie herum komponiert:






Viel sBass und hoffentlich keine Knoten in den Fingern ;.)

Mehr Filmmusik:


Pink Panther Theme

2/17/2011

Weekly Basslines: #14: Far Far Away (Slade)

Die meist gewünschte Bassline gibt es heute für Euch.
Es fing damit an, dass ich vor ca. 6 Jahren bei einer 70ies Cover Band namens "Cover Kidzz" gespielt habe.


Tom bei den "Cover Kidzz"

Neben diversen anderen Stücken von Slade war natürlich auch "Far Far Away" im Programm. Ich habe also den Song transkribiert. In einem Musikerforum hat kurze Zeit später einmal ein Bassist gefragt, ob denn jemand die Noten zu genau diesem Stück hat. Ich habe geantwortet und ihm die Noten gemailt. Seit dieser Zeit bekommen ich jeden Monat etwa 2 Anfragen nach den Noten für "Far Far Away". Die Beliebtheit dieses Titels scheint - zumindest unter Bassisten - auch nach 40 Jahren ungebrochen. Und genau deshalb präsentiere ich Euch heute die ausführliche Transkription dieses Klassikers der 70er Jahre in voller Länge.
Hier zunächst einmal eine Live-Aufnahme des Titels. Die Transkription bezieht sich jedoch auf die original Studio-Aufnahme aus den 70er Jahren.









Ich wünsche Euch viel Spass bei der Zeitreise in die Siebziger!

Mehr von Slade:

2/10/2011

Weekly Basslines: #13: Still Got The Blues (Gary Moore)

Das Jahr 2011 ist knapp 6 Wochen alt und die Musikwelt hat bereits den 4. Tod eines Musikers zu vermelden. Nach Gerry Rafferty, Mick Karn und John Barry ist am Sonntag d. 06.02.2011 auch Gary Moore in die ewigen Jagdgründe der Rockmusik eingegangen. Er starb mit nur 58 Jahren an einem Herzinfarkt in einem spanischen Hotel an der Costa del Sol. R.I.P. Gary Moore.







2/03/2011

Weekly Basslines: #12 James Bond Theme

Der Mann, der James Bond die Coolness gab ist tot. John Barry ist am 30.01.2011 an einem Herzinfarkt gestorben.
Die Story: Da wird 1962 ein Mann gefragt, ob er die Titelmelodie eines Agentenfilms arrangieren kann, die der Auftragskomponist der Filmgesellschaft Monty Norman komponiert hat. Er tut's und das "James Bond Theme" mit seinem Kontrast zwischen Gitarrenthema und Big-Band-Bläsersätzen wird zu einem so großen Hit, dass die Filmgesellschaft den Arrangeur (und nicht den Komponisten) für insgesamt 11 weitere Bond-Filme engagiert.
Da gelingen John Barry weitere großartige Erfolge mit Titeln wie "Goldfinger" (Sharley Bassey), "Thunderball" (Tom Jones), "You Only Live Twice" (Nancy Sinatra), "We Have All Time In The World" (Louis Armstrong), Diamonds Are Forever (Sharley Bassey), "A View To A Kill" (Duran Duran), "The Living Daylight" (A-ha), aber seine berühmteste Arbeit das "James Bond Theme" trägt den Namen eines anderen Komponisten und es bleibt nur der Trost das einer seiner Nachfolger als Bond-Komponist, David Arnold der BBC in einem Interview sagte: "Ich glaube, James Bond wäre weit weniger cool gewesen, wenn ihm John Barry nicht die Hand gehalten hätte."




1/27/2011

Weekly Basslines: #11 I Need A Dollar (Aloe Blacc)

Hallo ihr "bässten" Menschen,

heute morgen beim "Aufwach-Kaffee", das Küchenradio dudelt: "I Need a Dollar, Dollar, Dollar is what I need..."
Meine Frau sagt: "Den Song könntest du eigentlich mal mit deinen Schülern machen. Der ist gar nicht schlecht."
Und wie so oft im Leben: Meine Frau hat Recht! Und deshalb ist er jetzt hier der Song von den Dollars gesungen von Egbert Nathaniel Dawkins III, wie der Mann mit bürgerlichem Namen heißt.

Doch zunächst ein paar Worte zur Rhythmik des Songs. Über der ersten Notenzeil steht "Swing 16th notes". Dies bedeutet, dass die 16tel-Noten ähnlich wie beim 8tel-Swing oder beim Shuffle-Groove in einer Lang-Kurz-Phrasierung gespielt werden müssen. Siehe dazu folgende Abbildung:


Wichtig dabei ist auch, dass beim 16tel-Shuffle (Halftimeshuffle) die Achtelnoten wie notiert, also gerade gespielt werden.
Hört Euch den Song genau an und versucht zu erkennen, wie die 16tel-Noten immer in Lang-Kurz-Phrasierung gespielt werden.




Viel Sbass und bis zur nächsten Woche!

1/20/2011

Weekly Basslines: #10 The Immortals (Kings of Leon)

Hallo ihr "bässten" Menschen,
heute möchte ich ein Versprechen einlösen, dass ich bereits im November gegeben habe und eine weitere Basslinie vom aktuellen Kings of Leon Album "Come Around Sundown" besprechen.

Jared Followill hat in der November-Ausgabe des Gitarre & Bass-Magazins ein sehr interessantes Interview gegeben, welches ich euch hier Ausschnittsweise wiedergeben möchte.

....
G&B: Als wir uns 2004 zum ersten Mal getroffen haben, warst du als Bassist ein blutiger Anfänger, der quasi in Rekordzeit gelernt hat...
Jared: Oh ja, richtig. Ich meine, ich war damals wirklich noch ganz am Anfang. Ich hatte zwar große Ambitionen und so, aber eben noch nicht wirklich viel Ahnung.
G&B: Und anno 2010? Inwiefern hat sich dein Spiel über die Jahre verändert, wo stehst du momentan?
Jared: Schwierige Frage. Ich meine, es ist schwer, sich selbst zu bewerten. Zumal es doch so ist: Wenn du anfängst, machst du binnen kürzester Zeit riesige Fortschritte. Also du wächst ganz schnell und legst eine rasante Entwicklung hin. Aber dann fängt der Prozess eben auch irgendwann an, langsamer zu werden, und die nächste Entwicklungsstufe zu erreichen, dauert um so mehr Zeit. Dagegen ist es im ersten Jahr wirklich so, dass sich dein Können mit jedem Monat verdoppelt.
G&B: Im Sinne von regelrechten Quantensprüngen?
Jared: Absolut. Und wenn du diesen Punkt überschritten hast, dauert es auf einmal sechs Monate, bis dir etwas Vergleichbares gelingt. Also bist du erneut einen derart großen Entwicklungsschub erlebst. Danach wird es sogar noch schlimmer: Dann dauert es bis zu einem Jahr, um erneut an diesen Punkt zu gelangen und eine ähnliche Entwicklung feststellen zu können. Von daher ist das wirklich ein langsamer Prozess. Einer, der dich auf eine echte Probe stellt. Und alles, was du tun kannst, ist halt immer zu versuchen, möglichst kreativ und voll auf der Höhe zu sein. Und was die reine Technik betrifft, kann es passieren, dass ich in fünf Jahren eben nicht wirklich besser bin als heute. Aber: Was mein Spiel betrifft, kann ich halt durchaus cleverer sein - genau wie in den Entscheidungen, die ich als Bassist treffe. Also hier mal weniger, dort mal mehr zu spielen, und bei diesem Part mal höher am Hals zu agieren - oder auch mal ganz nach unten zu gehen. So, wie es gerade am besten passt. Denn seien wir ehrlich: Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten was das Bassspielen betrifft. Damit lässt sich ein Song entweder verfeiner oder komplett ruinieren. Abhängig davon, wie gut du bist.
G&B: Wobei du auf diesem Album doch sehr dominant wirkst...
Jared: Na ja, ich versuche eben, mich einzubringen. Und da so etwas wie meine ureigene Duftnote zu hinterlassen.
G&B: Das geht in Stücken wie "Radioactive" soweit, dass du den Rhythmus und die Melodie vorgibst - das Ganze also geradezu vom Bass lebt?
Jared: Stimmt. Und auch der Song "The Immortals" basiert ursprünglich auf dem Bass. Also das ist das Fundament und die Wurzel des Ganzen. Es ist etwas, mit dem ich längere Zeit herumgespielt habe, und auf diese Weise sogar den Refrain geliefert habe. Denn es war eben kein wirklicher Song, bis ich die Basslinie für den Refrain geschrieben habe - also bis es an diesen offenen und großen Part ging, der den Refrain ausmacht. Und sobald ich das getan habe, fingen alle anderen an, genauer hinzuhören. Sie meinten : " Das hört sich toll an!" Und von da aus haben wir das Ganze als Band weiterentwickelt, also gemeinsam..........
[aus Gitarre & Bass, November 2010]

Und hier nun derSong:


So, dann wünsche ich euch viel sBass mit dieser interessanten Basslinie und verbleibe bis zur nächsten Woche mit "bässten" Grüßen

Tom "Tieftoener" Bornemann

Weitere Transkriptionen von Kings Of Leon:

Weekly Basslines #1: Kings Of Leon - Radioactive


1/11/2011

Weekly Basslines: #9 Good Love Is On The Way (John Mayer)

Hallo ihr "bässten" Menschen,

diese Woche ein bisschen früher als sonst kommt die wöchentliche Basslinie als Special Request von Mike.

Eine klasse Nummer vom John Mayer Trio: Good Love Is On The Way:



Hier die Noten:




Hier noch eine schöne Live-Version des Songs:

Ich wünsche ich viel sBass damit!

Bis nächste Woche.